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Montag, 20. Juni 2011

Handeln? Oder lieber noch verfolgen?

Eigentumswohnung:
Am Donnerstag schaue ich mir eine Zwangsversteigerung an um den Ablauf kennen zu lernen. Der Wohnungskauf wird mit Sicherheit noch bis nächstes Anfang Jahr warten müssen. Bis dahin will ich mich aber in meiner Entscheidung und meinem Wissen sicher genug fühlen.
Letzten Donnerstag habe ich mit dem Wohnungseigentümer meiner aktuellen Mietwohnung gesprochen. Von ihm kann ich ein paar Tipps und Erfahrungen mitnehmen und bekomme vielleicht die ein oder andere Adresse heraus, wo mir weitergeholfen wird. Das Gespräch hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Handeln?
Nun zum eigentlichen Thema: Ich werde keinen ETF Sparplan beginnen, da ich kommendes Jahr eine ETW kaufen möchte und deshalb nicht langfristig in den ETF einzahlen könnte. Zudem habe ich bereits zwei Fonds zum langfristigen Vermögensaufbau. Stattdessen spare ich meine monatlichen Überschüsse für den Kauf der ETW. Aktuell habe ich zusätzlich noch 4000€, die endlich reinvestiert werden wollen. Dieses Geld brauche ich nicht zwangsläufig zu 100% zurück. Alles was von diesem Betrag im kommenden Jahr übrig ist, soll mit in die ETW fließen. Deshalb plane ich diese 4000€ als "Versuchsgeld" an der Börse zu nutzen. Gefühlt fehlt mir aber immernoch Hintergrundwissen zu wirtschaftlichen Entwicklungen und Vorgängen.

Aktuell lese ich die Nachrichten der FinancialTimes, Wirtschaftswoche, FAZ, deraktionaer und versuche daraus meine Investition zu organisieren. Folgende Dinge weiß ich schon:
  • ich setze nicht 100% auf eine Aktie
  • aller Voraussicht werde ich wohl 75% in einen ETF investieren (einen kleineren Index - z.B. DAX) und 25% für den Direktkauf einer Aktie nutzen

Jetzt meine Frage an euch: Woher holt ihr euch die Informationen über das aktuelle Geschehen? Was haltet ihr von Vergangenheitsauswertungen der Charts (GD 200 etc.) und wonach entscheidet ihr eure Käufe? Das Depot werde ich wahrscheinlich bei Flatex eröffnen, da hier die Konditionen am günstigsten sind.

Im Moment fühle ich mich nicht gut, weil ich nicht schnell genug an Wissen komme und das Geld unrentabel herumliegt. Wahrscheinlich sollte ich doch einfach das Depot eröffnen und beginnen...

Edit: Anlage wäre 50 - 70% des Geldes sofort zu investieren und bei fallenden Kursen ggf. nachzukaufen.

Kommentare:

  1. Hallo,
    schöner Blog.
    Ich würd die 4000€ nicht auf einen Schlag investieren. Als Basis des Portfolios sind ETFs sehr gut geeignet. Mit der Zeit kannst du es stückweise um Einzelwerte ergänzen.
    Bei den relativ geringen Beträgen sind die Ordergebühren auf keinen Fall zu vernachlässigen (bei Flatex 5,00€ per Order).

    Von der Charttechnik halte ich nicht besonders viel. Mag sein, dass sie für kurze Anlagezeiträume brauchbar ist. Als Privatanleger hast du da aber keine Chance dauerhaft zu verdienen (ob die "Profis" das schaffen sei mal dahin gestellt). Langfristig richten sich die Kurse immer nach den Gewinnen der Unternehmen.

    Bist auf einem guten Weg. Man wächst mit der Zeit. Werde deinen Blog weiterverfolgen.

    Gruß Mortimer

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  2. Hallo Erik, wenn Du Dir Deiner Sache nicht sicher bist und selbst der Ansicht bist, dass Du nicht das nötige Wissen hast, dann solltest Du vielleicht nochmal durchatmen bevor du auf den Plan trittst.

    Ich finde es nicht verkehrt was Du vor hast, solange Du mit Dir selbst im Reinen bist. 25% direkt in eine Aktie zu investieren kann gut sein, muss es aber nicht. Selbst wenn Du vom Wert des Unternehmens überzeugt bist, alle verfügbaren Daten überprüft hast (und eigentlich richtig analysiert hast) kann sich der Wert schlagartig mit einem Patentstreit, einer Aschewolke, einem explodierten Atomkraftwerk, einem Todesfall von Steve Jobs oder einem anderen Ereigniss ändern. Das Ganze kann natürlich auch einen positiven Effekt haben (dazu aus aktuellerem Anlass einfach mal die Charts von Tepco und Solarworld vergleichen). Für die in ein Unternehmen investierten 25% kann alles bis zum Totalverlust passieren. Ich verfolge Deinen Blog und habe den Eindruck, dass Du noch ziemlich schwankhaft Deine Ansichten änderst. Wichtig wird sein, dass Du a) die Sachen selbst in die Hand nimmst aber b) auch neben den Chancen die Risiken kennst (also weißt worauf Du Dich einlässt. Bei nur einem Wert sind die Chancen hoch (das ist der Pluspunkt) aber die Risiken sind es auch (das wäre dann wohl der negative Punkt).

    Meine Empfehlung - noch ein wenig stöbern, etwas lesen und dann erst eigene Erfahrungen sammeln, Profitiere doch erstmal durch "Fehler" und Erfahrungen von mir und anderen Idioten.

    Gruss,
    C

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  3. Vielen Dank für eure Kommentare. Ich denke, dass ich einige Fehler schon selbst machen muss. Wichtig ist hier eher, sie nicht zweimal zu begehen.

    Das Durchatmen führe ich diese Woche durch und lese deshalb auch noch ganz angestrengt. Es fehlt in jungen Jahren noch die Selbstsicherheit an Dinge heranzutreten, die nicht alltäglich sind und die man nicht im Laufe des Lebens beigebracht bekommt. Ich werde mich dazu mit Freunden und Kollegen noch ein wenig unterhalten.

    So oft habe ich mich doch gar nicht umentschieden. Der Sprung ging im Grunde von langfristigen ETFs zur Eigentumswohnung. Da diese noch bis nächstes Jahre warten muss, war die Frage wohin ich kurzfristig mit einem Teil meines Geldes soll. Da bieten sich Aktien und kleinere ETFs geradezu an. Das Risiko der (hohen!) Chance auf Verluste ist mir durchaus bewusst.

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  4. Buchtip: Regel Nummer 1

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  5. Danke, das werde ich mir anschauen - ist schon ausgeliehen.

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  6. Hallo,

    finde toll was du hier angefangen hast. Ich habe selbst mit 21 begonnen mich mit dem Thema Finanzen auseinander zu setzen und einige Rückschläge erlitten. Aber jeder verlorene Euro kommt irgendwann tausendfach zurück, davon bin ich überzeugt. Ich habe mich beim Wertpapierforum registriert. Da kommt man schnell zu vielen Infos und kann sich über das Thema mit Gleichgesinnten austauschen.

    LG
    Johannes

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  7. Hallo Erik,

    vielleicht hilft dir eine Vermögenstabelle weiter. Hier kannst du einen individuellen Verteilungsschlüssel vorgeben und weißt dadurch zu jeder Zeit wo du wie viel investieren musst.
    Schaus dir mal an und lade dir die Tabelle kostenlos runter. Ich hab das in meinem Blog auch alles genauer beschrieben.
    Kannst ja mal berichten wie es lief.
    Link zum Artikel: http://www.reich-mit-plan.de/2010/07/zusammenfassung-der-artikelserie-verwenden-sie-eine-eigene-vermoegenstabelle/
    Gruß
    Alex Fischer

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  8. Schöner Blog , werde ich mal zu meinen Fav. hinzu packen. Ich investiere nun schon über 20 Jahre in Aktien, reich geworden bin ich dadurch noch nicht aber bescheidene Gewinne habe durchaus mitgenommen.
    Zu Deinem Anliegen, in der Tat ist das eingesetzte Kapital Spielgeld. Bevor Du investierst mußt Du Dir die Frage stellen, wieviel kann ich mir leisten zu verlieren. Da haben wir schon mal Dein Stoppkurs. Dieser Stoppkurs sollte natürlich nicht in der Voalität der Aktie liegen , also nicht in deren täglich auf und ab. Beispiel: 10 Euro einsatz, Verlust begrenzen auf 2 Euro also SToppkurs bei 8 €. Die Aktien sollte nun nicht tagtäglich 2 € plusminus um 10 € pendeln. Sinniger wäre hier natürlich vielleicht 20 Cent. Für mich persönlich ( aber ich bin auch schon älter ) ist es wichtig, was bekomme ich denn für mein Geld, und gefällt mir das was ich herstelle, denn mit Aktien bin ich ein ein Teil des Unternehmers. Verstehe ich was die produzieren oder machen und kann ich mich damit identifizieren. Alles okay bis hierher? Dann schaue ich mir gerne die KBV Werte an, das sind die Kursbuchungsverhältnisse und sagen Dir für 1 eingesetzter Euro bekommst Du x Gegenwert. KGV und was es sonst noch gibt sind auch interessant spiegeln aber die Vergangenheit wieder. Buchtipp: 7 gebote für Börsianer von Gene Marcial oder auch Crashkurs von Mr. Dax Dirk Müller.Vielleicht konnte ich Dir ein wenig helfen und ich würde mich freuen wenn Du auch bei mir mal vorbeischaust.

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